Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist ein heimischer, sommergrüner Strauch der im Herbst seine Blätter abwirft. Er lässt sich vielseitig im Garten einsetzen lässt und eignet sich sowohl als Solitärstrauch als auch als Heckenpflanze und kann mit entsprechendem Schnitt auch als kleiner Baum gezogen werden. Besonders bekannt ist der Schwarze Holunder für seine weißen Blüten und die später erscheinenden blau-violetten Holunderbeeren. Als heimische Pflanze ist der Holunder zudem besonders wertvoll für Vögel und Insekten.
Weitere Informationen zum Schwarzen Holunder finden Sie weiter unten.
Eigenschaften des Schwarzen Holunders
Der Schwarze Holunder besitzt dunkelgrüne, ovale Blätter mit einem leicht gesägten Blattrand. Die kräftigen Zweige sind grau gefärbt. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelb, bevor der Strauch seine Blätter abwirft.
Der Holunder wächst relativ schnell, etwa 50 bis 70 cm pro Jahr. Je nach Standort und Wuchsform kann er eine Breite von etwa 250 bis 450 cm erreichen. Als Strauch wird er etwa 300 cm hoch, während er als Baum gezogen eine Höhe von bis zu 700 cm erreichen kann.
Sein Wuchs ist locker, breit und eher grob verzweigt, wodurch der Schwarze Holunder einen natürlichen Charakter im Garten erhält.
Blüte und Holunderbeeren
Von Mai bis Juli bildet der Schwarze Holunder zahlreiche kleine, weiße Blüten. Diese stehen in großen, flachen Schirmrispen zusammen, die einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen können.
Nach der Blüte entwickeln sich die typischen Holunderbeeren. Die kleinen, beerenartigen Früchte hängen in Trauben zusammen und färben sich bei voller Reife blau-violett.
Wichtig: mit Ausnahme der Blüten sind die übrigen Pflanzenteile des Schwarzen Holunders nicht zum Verzehr geeignet. Bei der Verwendung der Blüten sollten die grünen Pflanzenteile sorgfältig entfernt werden. Die Beeren dürfen nur vollreif und ausreichend gekocht verzehrt werden. Roh oder unreif sind die Beeren nicht zum Verzehr geeignet und können giftig wirken.
Aus gekochten Holunderbeeren lassen sich beispielsweise Saft, Gelee oder Marmelade herstellen.
Für Vögel stellen die Beeren dagegen eine natürliche und wichtige Nahrungsquelle dar und können von ihnen problemlos roh gefressen werden.
Standort und Boden
Der Schwarze Holunder ist eine robuste und anspruchslose Pflanze und eignet sich für nahezu jeden normalen Gartenboden. Auch unterschiedliche Bodenverhältnisse werden gut vertragen. Auf sehr trockenem, sandigem Boden wächst der Holunder allerdings weniger kräftig.
Wichtig ist, dass der Boden gut durchlässig und ausreichend drainiert ist, damit keine Staunässe entsteht.
Beim Standort ist der Schwarze Holunder flexibel. Er wächst sowohl an sonnigen Standorten als auch im Halbschatten. Je mehr Sonne die Pflanze erhält, desto üppiger fällt in der Regel die Blüte aus.
Schwarzen Holunder pflanzen
Der Schwarze Holunder lässt sich vielseitig im Garten einsetzen. Er eignet sich beispielsweise als einzelner Strauch, als natürlicher Sichtschutz oder als Teil einer gemischten Hecke.
Durch seinen kräftigen und schnellen Wuchs sollte bei der Pflanzung ausreichend Platz eingeplant werden. Besonders als frei wachsender Strauch kann sich der Holunder mit der Zeit deutlich in die Breite entwickeln.
Schwarzen Holunder schneiden
Der Schwarze Holunder verträgt einen Rückschnitt sehr gut und kann bei Bedarf auch stärker zurückgeschnitten werden. Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt liegt im Februar und März, während sich die Pflanze noch in der Winterruhe befindet.
Bei Frost sollte auf einen Rückschnitt verzichtet werden.
Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Verzweigung und hilft dabei, die Größe und Form des Holunders zu kontrollieren. Da der Schwarze Holunder überwiegend am zweijährigen Holz blüht, kann ein sehr starker Rückschnitt allerdings dazu führen, dass die Blüte im darauffolgenden Jahr geringer ausfällt oder ausbleibt.
Wer möglichst viele Holunderblüten erhalten möchte, sollte beim Schnitt ausreichend junge Triebe stehen lassen. An diesen entwickeln sich die Knospen, aus denen im Frühjahr die neuen Blüten entstehen.
Schwarzer Holunder als heimische Gartenpflanze
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine vielseitige und pflegeleichte heimische Pflanze. Er überzeugt durch seinen natürlichen Wuchs, die auffälligen weißen Blüten und die später reifenden Holunderbeeren.
Durch seine Robustheit, den schnellen Wuchs und seine Bedeutung für die heimische Tierwelt ist der Schwarze Holunder eine interessante Wahl für naturnahe Gärten, Hecken und größere Pflanzflächen.
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