Empfehlungen für das Einpflanzen und die Pflege

Einpflanzen

1. Bereiten Sie den Boden gut vor; Fräsen oder graben Sie mindestens 10 cm oder tiefer und 15 cm breiter als der Wurzelballen.

Folgende Angaben können der ungefähren Bestimmung des Wurzelballens dienen:

Höhe der Pflanze Größe des Wurzelballens
Kleiner als 120 cm 15/20 cm breit und 15/20 cm hoch
120-160 cm 25/30 cm breit und 25/30 cm hoch
160-200 cm 30 cm breit und 35 cm hoch
200-250 cm 35 cm breit und 40 cm hoch

2. Pflanzen Sie im richtigen Abstand: etwa 40 cm Abstand zwischen den Pflanzen (von Stamm zu Stamm) ist für die meisten Koniferen ein guter Abstand. Ab der Größe 160/180 cm ist ein Abstand von 45 cm zu empfehlen.

3. Behandeln Sie die Wurzelballen mit Vorsicht. Ziehen Sie sie nicht über den Boden und setzen Sie sie nicht zu hart auf. Eine rohe Behandlung verursacht Schäden am Wurzelsystem, auch wenn diese von außen nicht sofort sichtbar ist.

Das Ballentuch aus Jute muss um den Wurzelballen gewickelt bleiben. Sie brauchen es nicht durchzuschneiden. Das Ballentuch aus Jute verottet ganz innerhalb drei Wochen.

4. Es ist zu empfehlen etwa 10 cm Blumenerde auf dem Boden des Pflanzgrabens zu verteilen, bevor Sie die Bäume in den Pflanzgraben setzen. Je mehr Lehm der Boden enthält, desto mehr Blumenerde müssen Sie zur Verbesserung der Durchlässigkeit des Bodens für Wasser und Wurzeln hinzufügen. Die Blumenerde macht die Unterschicht des Pflanzgrabens weicher für die Wurzeln. Die Oberseite des Wurzelballens muss an den normalen Bodenniveau anschließen. Fügen Sie auch eine Schicht Blumenerde von 2 bis 3 cm über die Wurzelballen hinzu.

5. Nachdem Sie die Hälfte der Erde verteilt haben, gießen Sie eine große Menge Wassser, damit Wurzelballen und Erde gut mit Wasser durchtränkt werden. Halten Sie den Wasserstrahl neben den Wurzelballen, so dass nicht die gesamte Erde aus dem Wurzelballen gespült wird.

6. Wenn Sie den Vier in Eins Mix dazu bestellt haben, verteilen Sie diesen über die Wurzelballen. Fügen Sie danach die restliche Erde hinzu und gießen Sie dann mit viel Wasser, bis das Ganze vollständig mit Wasser durchtränkt ist. Dadurch werden die Wurzelballen von selbst vollständig von der Erde umschlossen. Nur solange der Boden völlig durchtränkt ist, können Sie die Bäume vorsichtig ein bisschen gerade richten, ohne das Wurzelsystem zu beschädigen.

7. Bewässern Sie die Pflanzen nach Einpflanzung im Frühjahr (ab April) oder Sommer in den ersten vier Wochen nach Einpflanzung einmal pro Woche. Mindestens 3 Minuten pro Pflanze. Danach nur bei warmem trockenen Wetter die Pflanzen jeweils am Abend kurz befeuchten. Ab Oktober kann man am besten nicht mehr bewässern. Die Pflanzen sind dann festgewurzelt.

Bei Einpflanzung im Spätjahr und im Winter (Oktober bis einschließlich März) nur einmal ganz gut bewässern und dann wieder im April wenn die Pflanzen wieder neu austreiben. Die Pflanzen sind bis einschließlich Ende märz in einer Winterruhe. Weil die Pflanzen noch nicht festgewurzelt sind, wird empfohlen ab April bis Juli jede zweite Woche 1 bis 2 Minuten pro Pflanze gießen. Danach nur bei sehr trockenem Wetter.

Pflege

Schneiden Sie Ihre Heckenpflanzen zweimal jährlich (nicht zu weit zurückschneiden). Die erste Möglichkeit ist im Juni. Die zweite Möglichkeit ist im September oder im Oktober. Durch das neue Wachstum wird Ihre Hecke schön dicht. Nach Oktober ist einen Rückschnitt absolut nicht zu empfehlen, weil die Pflanzen dadurch im Winter frostempfindlicher werden.

Düngung

Düngen Sie die Pflanzen nicht sofort beim Anpflanzen. Dies kann nämlich Schaden verursachen. Düngen Sie am besten im (nächsten) Frühling mit etwas chlorarmem Kunstdünger oder organischem Dünger. Verteilen Sie diesen immer gut auf dem Boden! Düngen Sie am besten, bevor es zu regnen beginnt. Verteilen Sie im Februar etwas Kalk auf dem Boden, das tut alle Heckenpflanzen gut, die Pflanzenabholen.de verkauft. Dies ist hauptsächlich zu empfehlen, wenn ihr Boden sauer ist (zum Beispiel von Blattresten großer Bäume in der Nähe). Sollte Ihre Hecke keine schöne Farbe erhalten, kann es nicht schaden, ein bisschen Kieserit (Magnesium) über den Boden unter den Pflanzen zu verteilen (wiederum am besten vor einer Regenperiode).

Wir empfehlen im Oktober unter die Prunus (Kirschlorbeer)-Arten (auf den Boden) Patentkali (Kalium) zu streuen, damit sie etwas frostbeständiger werden.

 

Die am meisten gemachten Fehler beim Einpflanzen

1. Das Einpflanzen zwischen zwei betonnen Randsteinen / Gartenrändern

Wenn die Pflanzen zwischen betonnen Randsteinen gepflanzt werden, können die Pflanzen sich an den Seiten nicht gut festwurzeln. Das macht die Pflanzen weniger stressresistent. Auch können die Wurzeln eher austrocknen. Bei langdauerndem Regen kann das Wasser nicht leicht in den Boden aufgenommen werden, wodurch Pilze sich einfacher entwickeln können. Die Pilze sorgen dafür, dass die Pflanzen schwächer wird oder stirbt.

Wenn es nicht anders möglich ist, dann die Pflanzen zwischen den Randsteinen zu pflanzen, empfehlen wir Ihnen die Randsteine so weit wie möglich voneinander zu stellen. Auch ist es wichtig keinen Zement-Speis / Mörtel auf die Randsteine zu steichen. Das Beton und Zement sind giftig für das Bodenleben.

Den Boden in den die Pflanzen gepflanzt werden, kann man am besten bis 40 cm tief ausheben und dann noch eine zusätzliche Schicht von 20 cm tief gut locker machen. Den Pflanzgraben kann man danach auffüllen mit guter Qualität Blumenerde und darauf die Pflanzen stellen. Den Pflanzgraben kann mit der restlichen ausgehobenen Erde aufgefüllt werden.

2. Die Verwendung von Rindenmulch zum Abdecken des Bodens

Viele Leute streuen Rindenmulch auf dem Boden zur Vorbeugung von Unkraut. Und meistens so viel und so dick wie möglich. Dadurch wird der Boden viel zu sauer und kann bei vielem Regen nicht richtig auftrocknen. Weil den Boden nass bleibt, können die Wurzeln der Pflanzen von Einem Pilz befallen werden. Wir empfehlen nicht mehr als eine Schicht von 5 cm Rindenmulch zu verwenden und jedes Jahr einmal Kalk zu streuen für einen guten pH-Wert.

3. Schlechte Qualität Füllboden, Mutterboden oder Blumen- / Pflanzerde

Eine schlechte Qualität Blumenerde erkennt man an die schwarze Farbe. Solch eine Blumenerde ist zu sauer und enthält zu viel Kalium. Zu viel Kalium bremst den Wuchs der Pflanze. Eine gute Qualität Blumenerde hat eine braune Farbe und ist viel lockerer.

Die Blumenerde kann eventuell auch gemischt werden mit tierlichem Dünger (Champost). Der Teil der Blumenerde kann dann am besten 75% betragen. Unser Vier in Eins Mix sorgt für stressresistentere Pflanzen.

4. Die Pflanzen stehen unten an einer schrägen Einfahrt oder unten an einem Hang

Wenn die Pflanzen unten an einer schrägen Einfahrt oder unten an einem Hang stehen, erhalten sie bei nassen Wetterperioden zu viel ablaufendes Regenwasser und können ertrinken. Sorgen Sie bitte dafür, dass das Wasser gut abgeleitet wird durch Drainage oder einen Randstein.

5. Kleiboden

Einige Pflanzen sind nicht geeignet für Pflanzung in einen Kleiboden. Das sind die Taxus Sorten (Eiben), Chamaecyparis (Scheinzypressen) und Fagus Sorten (z.B. Rotbuche). Es gibt genügend Alternativen zu diesen Pflanzen. So kann die Fagus ersetzt werden durch Carpinus betulus (Hainbuche). 

Wenn Sie einen Kleiboden haben, empfehlen wir den Pflanzgraben so tief wie möglich auszuheben und diesen aufzufüllen mit lockerer Erde oder Blumenerde. Der Boden kann das überflüssige Wasser dann einfacher aufnehmen.

6. Die Wurzelballen zu tief pflanzen

Achten Sie bitte darauf, dass die Wurzelballen nicht zu tief eingepflanzt werden. Die Oberseite des Wurzelballens muss an den normalen Bodenniveau anschließen. Darauf kann eine Schicht von 2 bis 3 cm Blumenerde über die Wurzelballen hinzugefügt werden.

7. Schädlinge

Sorgen Sie bitte für eine aufgeräumte Umgebung. Die meisten schädlichen Insekten wie der Dickmaulrüssler und Thujakäfer verstecken sich tagsüber unter Unkraut oder unter losliegenden Sachen und fressen nachts an den Pflanzen. Wenn der Käfer sich nicht verstecken kann, wird er eher Vögeln zum Opfer fallen.

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6086PD Neer (NL)

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